Wann: 8. Oktober 2026
Wo: Gymnasium Essen-Borbeck Prinzenstraße 46 45355 Essen

Netzwerkgründungstag 08.10.2026 in Essen-Borbeck Netzwerkgründungstag 08.10.2026 in Essen-Borbeck

Bericht zum Netzwerkgründungstag 2026 in Essen-Borbeck

Regionaltagung 2026 Borbeck Themen

Am 8. Oktober 2026 kamen 130 engagierte Kollegen und Kolleginnen aller Schulformen am Gymnasium Essen-Borbeck zum diesjährigen Netzwerkgründungstag zusammen. Im Tagungsraum trafen viele neue, motivierte Gesichter aufeinander: Einige Schulen kamen bereits mit einem konkreten Thema für die Netzwerkarbeit, andere ließen sich zunächst offen inspirieren. Auch im Zukunftsschulnetzwerk bereits etablierte Schulen besuchten die Veranstaltung, da sie bereits von der Kooperation mit anderen Schulen im Bezirk Düsseldorf profitieren und nun sogar ein zweites oder drittes Netzwerk gründen möchten.

 

Die Tagesordnung sowie eine Übersicht der Netzwerkthemen und interessierten Schulen ist der TaskCard zu entnehmen.

Begrüßung

Nach einem entspannten Ankommen in der modernisierten Aula wurden die Gäste herzlich von Lars Schnor (Schulleiter, Gymnasium Essen-Borbeck) und Christian Duyf (Fachberater Individuelle Förderung, BR Düsseldorf) begrüßt. Der Fokus der Einführung lag insbesondere auf der Information über aktuelle Änderungen der Netzwerkarbeit der Zukunftsschulen NRW, welche sowohl für bestehende wie neue Netzwerker von großem Interesse waren. Die wichtigsten Neuerungen betreffen die Laufzeit von künftig zwei Jahren sowie die Netzwerkgröße von nun sechs bis acht Schulen. Ebenso wird die Netzwerkarbeit zukünftig durch eine Moderatorenausbildung unterstützt. 

Weitere Änderungen und allgemeine Hinweise zur Netzwerkarbeit erfahren sie bei den FAQs.

Einblicke in aktive Netzwerkarbeit

Den Auftakt machten Gabriele Rüken (Schulleiterin, Max-Planck-Gymnasium Duisburg) und Mathias Pfeiffer (Netzwerkverantwortlicher, Carl Fuhlrott-Gymnasium Wuppertal). Sie sprachen zunächst über allgemeine Gelingensbedingungen und gaben anschließend konkrete Einblicke in ihre eigene Netzwerkarbeit. Dabei „muss zu Beginn ein Ist-Stand erhoben werden“, erläuterte Pfeiffer. Anschließend ist eine gemeinsame Zielsetzung wichtig, sowie ein Austausch auf Augenhöhe. Rüken plädierte dafür, den Netzwerkern großzügig Arbeitszeit einzuräumen – auch im Vormittagsbereich – sowie Berichtszeit bei Konferenzen. Ebenso sollen die Netzwerkthemen eng an echte Schulentwicklungsfelder der teilnehmenden Schulen angebunden werden, so Rüken. 

Regionaltagung 2026 Borbeck Interview

In der Kaffeepause versammelten sich Interessierte an verschiedenen Informationstischen, welche Einblicke in die aktuelle Netzwerkarbeit einzelner Zukunftsschulen gaben. An den Tischen wurden Materialien ausgestellt und Erfahrungen ganz praktisch weitergegeben. Die verschiedenen Stationen boten außerdem Raum für Erfahrungsaustausch und neue Schule nutzen die Chance detaillierte Einblicke in erfahrene, konstruktive Netzwerkarbeit zu erhalten. 

An dieser Stelle präsentierte das Gymnasium Voerde selbst designte Karten, welche sie für ihren Werkzeugkasten erstellt haben und als Baustein zur Resilienzförderung genutzt werden. Das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium Krefeld beschäftigt sich in seinem Netzwerk mit sprachsensiblem Fachunterricht und pädagogischen Entwicklungsgesprächen und wies insbesondere darauf hin, wie wichtig es sei Synergieeffekte zu nutzen und vorhandene Materialien im gesamten Kollegium auszutauschen sowie mit dem Netzwerk zu teilen. Das Gymnasium an der Gartenstraße stellte die Einführung von Deeper Learning an ihrer Schule vor. An einer weiteren Station konnten die Zwischenergebnisse des Grafschafter Gymnasiums Moers zur Förderung der Lesemotivation und Steigerung der Lesefähigkeit eingesehen werden.

Netzwerkfindung

Vor der offenen Austauschphase für die Netzwerkfindung stärkten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei einem Brötchenbuffet. Dann erkundeten sie in drei Runden insgesamt 18 Themenvorschläge anderer Schulen. An den Gruppentischen stellte sich eine Schule zunächst vor, berichtete über den aktuellen Stand der Schulentwicklungsarbeit, aber auch über Ziele, Wünsche und Perspektiven. Hier konnten Gleichgesinnte gefunden werden und erste Rahmenbedingungen für die gemeinsame Arbeit festgelegt werden. Ein besonders großes Interesse war an den Themenschwerpunkten selbstreguliertes Lernen, Künstliche Intelligenz und die Neuausrichtung der APO-GOst zu erkennen. Aber auch weitere Themen wie die sozial-emotionale sichere Schule, Growth-Mindset, die Gründung einer Schulfamilie und Lernbegleitung stießen auf Interesse.

Regionaltagung 2026 Borbeck Netzwerken

Ausblick 

Im Anschluss an den Netzwerkgründungstag folgt nun die Kontaktaufnahme und eigentliche Vernetzung. Den erfolgreichen Abschluss bildet die offizielle Anmeldung über das Onlineformular der Kooperationsvereinbarung. Die neugegründeten Netzwerke starten die aktive, gemeinsame Arbeit bereits im Februar 2027. Zum nächsten gemeinsamen Treffen aller Zukunftsschulen bei unserer Regionaltagung am 25. Februar 2027  laden wir Sie schon jetzt herzlich ein. 

Dank

Ein herzlicher Dank gilt allen interessierten neuen Schulen und engagierten Kollegen und Kolleginnen für Ihr Kommen und den kooperativen Austausch. Ebenso bedanken wir uns bei den erfahrenen Netzwerken für die gewinnbringenden Einblicke in ihre langjährige Arbeit sowie insbesondere bei Gabriele Rüken (Max-Planck-Gymnasium Duisburg) und Mathias Pfeiffer (Carl Fuhlrott-Gymnasium Wuppertal), die im lebendigen Interview gezeigt haben, wie Herausforderungen überwunden und die Netzwerkarbeit als Chance genutzt werden können. Zuletzt möchten wir uns bei Lars Schnor und Sonja Klever für die Ausrichtung der Veranstaltung sowie bei der Oberstufe des Gymnasiums Essen-Borbeck für das Catering bedanken. 

 

Regionaltagung 2026 Borbeck Austausch